Kühlschrank leiser machen? 12 Dinge, die Sie tun können

Kühlschrank leiser machen? 12 Dinge, die Sie tun können

Kühlschränke gegeben zwar unvermeidbar Geräusche von sich, das gehört zu ihrem normalen Betrieb einfach dazu.

Allerdings gibt es durchaus einige Dinge, die Sie tun können, um übermäßige Geräusche Ihres Kühlschrankes zu vermeiden oder zu reduzieren.

Glücklicherweise sind die meisten davon sogar relativ einfach von Laien umsetzbar.

Was Sie über die Geräuschreduzierung an Ihrem Kühlschrank wissen müssen, erfahren Sie jetzt.

Wie laut darf mein Kühlschrank sein?

Die meisten halbwegs modernen Kühlschränke geben ein Geräuschniveau von ca. 40 Dezibel oder weniger von sich.

Weil Kühlschränke aber baubedingt nun mal auf einen Kompressor angewiesen sind, ist eine weitere deutliche Reduzierung der Geräuschkulisse in Zukunft eher unwahrscheinlich.

Zumindest beim Anspringen des Kompressors und während seiner Laufzeit gehört ein gewisses Geräuschniveau zu Kühlschränken dazu.

Achten Sie deshalb schon beim Kauf darauf, dass Sie sich einen möglichst leisen Kühlschrank zulegen, weil sich die Grundlautstärke nicht ändern lässt.

Wichtig: plötzlich auftretende Geräusche, die vorher nicht da waren oder ein wesentlicher Anstieg der Geräusche über die Lebenszeit Ihres Kühlschrankes ist jedoch nicht normal und deutet auf technische Probleme hin.

Wie Sie diese erkennen und was Sie tun können, erfahren Sie in unserem separaten Artikel hier.

Wie stelle ich die Ursache der Geräusche fest?

Bevor Sie sich an die Behebung der Geräusche machen, müssen Sie zunächst natürlich feststellen, woher diese überhaupt stammen.

Das mag in manchen Fällen relativ schnell gehen, weil es offensichtlich ist. In anderen Fällen müssen Sie jedoch ein Stück weit auf Ursachenforschung gehen.

Beobachten Sie zunächst, ob die Geräusche nur beim Anspringen des Kompressors auftreten oder während der gesamten Laufzeit ertönen.

Öffnen Sie dann die Kühlschranktür um festzustellen, ob die Geräusche aus dem Inneren stammen.

Lauschen Sie auch hinter den Kühlschrank um festzustellen, ob die Vibrationen vom Wärmetauscher stammen, der oftmals an der Rückseite angebracht ist.

Außerdem sollten Sie vorsichtig gegen den Kühlschrank drücken (als ob Sie ihn leicht ankippen wollen) um festzustellen, ob die Geräusche vom Untergrund des Gerätes herkommen.

12 Tipps, um Ihren Kühlschrank leiser zu machen

1. Wärmetauscher prüfen

Oftmals ist die Geräuschquelle recht harmlos: das Gitter des Wärmetauschers an der Rückseite des Kühlschrankes vibriert beim Laufen des Kompressors und verursacht dadurch summende oder klappernde Geräusche.

Beheben können Sie das, Indem Sie die Schrauben des Wärmetauschers mit einem Schraubenzieher nachziehen.

Sollte das alleine nicht helfen, können Sie auch einen Lappen zwischen das Gitter und den Kühlschrank an den Stellen stecken, wo es vibriert, oder es mit einem Klebeband fixieren.

2. Einlegeböden dämpfen

In vielen Fällen sorgen die Einlegeböden im Kühlschrank oder die Ablagefächer in der Tür für vibrierende Geräusche.

Nehmen Sie diese etwas heraus und setzen Sie sie anschließend wieder fest ein.

Sollte das nicht helfen, können Sie auch mit etwas Küchenpapier nachhelfen, dass Sie dazwischen stecken.

3. Gleichmäßiger Stand auf Untergrund

Kühlschränke müssen auf einem festen und ebenen Untergrund stehen.

Überprüfen Sie die Standfüße an Ihrem Kühlschrank und stellen Sie sicher, dass das Gewicht des Gerätes auf allen vier Füßen gleichmäßig verteilt ist.

Bei den meisten Kühlschränken lässt sich die Höhe der einzelnen Standfüße durch ein einfaches Drehen justieren.

4. Anti-Vibrationsmatte

Sollten Sie die Vermutung haben, dass die Geräusche vom Boden des Kühlschranks oder seinem Untergrund kommen, kann eine dämpfende Unterlage die Lösung sein.

Das kann eine Schaumstoffmatte oder eine spezielle Anti-Vibrationsmatte sein,  auf welche Sie den Kühlschrank stellen.

5. Objekte auf dem Kühlschrank

Haben Sie Ihre Mikrowelle oder andere Gegenstände auf Ihrem Kühlschrank stehen?

Heben Sie diese kurz an, während der Kühlschrank läuft und prüfen Sie so, ob die Vibrationen verschwinden oder nachlassen.

Ist das der Fall, dann haben Sie die Ursache gefunden und können das Objekt an eine andere Stelle platzieren oder es auf eine weiche Unterlage stellen.

6. Gegenstände im Kühlschrank

Nicht selten stammen vibrierende Geräusche auch von den Gegenständen, die im Inneren des Kühlschranks gelagert werden.

Das trifft keineswegs nur auf Behälter aus Glas zu, sondern kann praktisch alle Gegenstände betreffen, die zu dicht beieinander oder zu nahe an der Innenwand des Kühlschranks stehen. 

7. Abstand zur Wand

Die meisten Kühlschränke benötigen ohnehin einen Mindestabstand zur Wand, um für genügend Luftzirkulation und damit Wärmeaustausch zu sorgen.

Doch neben dem Wärmeaustausch hat genügend Abstand zur Wand auch den Vorteil, dass keine Bauteile des Kühlschranks die Wand berühren und dadurch Geräusche durch Vibrationen erzeugen können.

Zwar gibt es mittlerweile einige moderne Kühlschränke, die explizit keinen Mindestabstand zur Wand erfordern (mehr dazu erfahren Sie hier).

Doch selbst bei diesen Modellen kann es in bestimmten Situationen dadurch zu Geräuschen kommen, welche sich mit einem minimalen Abstand schnell beheben lassen.

8. Temperatur niedriger stellen

Sollten Sie alle bisher genannten möglichen Geräuschquellen überprüft haben, dann scheint die Ursache der Geräusche eher alters- oder baubedingt an Ihrem Kühlschrank selbst zu liegen.

In diesem Fall lassen sich die Geräusche sowie ihre Häufigkeit in den meisten Fällen nur in gewissem Maße reduzieren.

Eine der einfachsten Maßnahmen, die Sie treffen können, ist, den Kühlschrank etwas wärmer zu stellen.

Fakt ist nämlich, dass die meisten Leute ihren Kühlschrank viel zu kalt stellen: 7°C im oberen Fach reichen laut Experten völlig aus.

Dadurch sparen Sie nicht nur Energie und damit Stromkosten, sondern reduzieren auch die Belastung des Kompressors, der deswegen weniger oft anspringen muss und somit seltener Geräusche erzeugt. 

9. Gerät abtauen

Ein vereistes Kühl- und Gefrierfach hat eine ganze Reihe von Nachteilen (welche das sind, erfahren Sie im Detail hier).

Denn Ihr Kühlschrank verbraucht dadurch nicht nur mehr Strom und bietet weniger Platz im Innenraum.

Sondern durch den erhöhten Kühlbedarf muss der Kompressor auch häufig anspringen, was zu einer höheren Geräuschbelastung führt und zudem den Kompressor schneller verschleißen lässt.

Tauen Sie Ihr Gerät deshalb regelmäßig ab, sobald eine sichtbare Eisschicht vorhanden ist.

Tipp: wie Sie Ihren Kühlschrank besonders schnell abtauen, erfahren Sie im Detail in unserem Artikel hier.

10. Anderer Aufstellort

Beurteilen Sie objektiv den aktuellen Aufstellort Ihres Kühlschranks: entspricht er den idealen Anforderungen laut der Gebrauchsanweisung Ihres Kühlschrankes?

Kühlschränke arbeiten nämlich nur in bestimmten Umgebungstemperaturen ideal.

Manche Leute betreiben ihre Kühlschränke zwar auf dem Balkon oder in der Garage, was in bestimmten Situationen vertretbar ist.

Allerdings ist ein möglichst kühler Raum im Inneren in den meisten Fällen der empfohlene Aufstellort, um die Belastung des Kompressors zu minimieren.

Außerdem: bei Ihren Überlegungen zum Aufstellort sollte auch eine Rolle spielen, inwieweit ein möglicher anderer Ort räumlich von anderen Wohnbereichen entfernt ist und somit Geräusche dort weitaus weniger wahrgenommen werden können.

11. Technische Überprüfung

Sollte Ihr Kühlschrank erst seit kurzem plötzlichen mehr Geräusche von sich geben als vorher, dann kann auch ein technischer Defekt dahinter stecken.

Mehr dazu, was zu Geräuschen am Kühlschrank führen kann, erfahren Sie hier.

Falls die vorab genannten Tipps nicht geholfen haben, kann ein Anruf beim Hersteller-Service sinnvoll sein.

12. Neuanschaffung

Falls Ihr Kühlschrank schon 10 Jahre oder noch älter ist, kommt möglicherweise bald eine Neuanschaffung infrage.

Denn zum einen sind moderne Kühlschränke wesentlich leiser als alte Geräte, und zum anderen verbrauchen sie auch deutlich weniger Strom.

Zudem lohnen sich Reparaturen mit dem Ziel der Geräuschreduzierung an Altgeräten in der Regel nicht mehr.

Lässt sich jeder Kühlschrank leiser machen?

Grundsätzlich lassen sich die oben genannten Tipps bei praktisch allen Standard-Kühlschränken umsetzen.

Allerdings ist es schwierig oder gar unmöglich, dies bei Einbaukühlschränken durchzuführen, weil bestimmte Komponenten schlichtweg nicht erreichbar sind.

Eine andere Gruppe von Kühlschränken sind sogenannte Absorberkühlschränke, die besonders häufig in Camping und Wohnmobil-Bereich eingesetzt werden.

Diese sind fast immer von vornherein wesentlich leiser als Kompressorkühlschränke (weil sie eben keinen Kompressor-Motor haben, der Geräusche und Vibrationen erzeugt).

Welche Kühlschränke sind von Hause aus lauter?

Wie eben schon erwähnt, sind Kompressorkühlschränke (welche der Standard in Küchen sind) grundsätzlich baubedingt lauter als Absorberkühlschränke (oftmals in Wohnmobilen verwendet).

Darüber hinaus sind neuere Modelle in den meisten Fällen tendenziell leiser als alte Kühlschränke.

Allerdings hängt die Lautstärke nicht nur vom Alter, sondern auch vom spezifischen Hersteller und vor allem vom Funktionsumfang des Gerätes ab.

Der Trend geht seit Jahren nämlich hin zu immer größeren Kühlschränken mit vielen Zusatzfunktionen.

Eiswürfelspender und gekühltes Trinkwasser in der Kühlschranktür eines amerikanischen side-by-side Gerätes sind zwar bequem, erzeugen aber zusätzliche Geräusche und sind damit lauter als einfachere Modelle ohne diese Funktionen.

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