9 typische Probleme mit Kühlschränken (& Lösungen)

9 typische Probleme mit Kühlschränken (& Lösungen)

Wenn Ihr Kühlschrank nicht ordnungsgemäß funktioniert oder Sie mit seltsamen Geräuschen beunruhigt, dann können Sie die Ursache des Problems in vielen Fällen selbst beheben.

Eine häufige Ursache für akustische oder sonstige Auffälligkeiten sind zum Beispiel zerschlissene Dichtungen.

Wir stellen Ihnen in diesem Ratgeber aber auch einige Symptome vor, die sehr wahrscheinlich die Hilfe eines Fachmanns erforderlich machen.

In jedem Fall sollten Sie bei einer anstehenden Reparatur prüfen, ob Sie noch unter die gesetzlich vorgeschriebene Zweijahresgarantie fallen und den offiziellen Kundendienst des Herstellers kontaktieren.

Nach Ablauf der Garantiezeit ist eine Reparatur zwar immer noch möglich, allerdings fallen dann Gebühren an und der Aufwand lohnt sich nicht immer.

1. Zu hoher Stromverbrauch

Viele Kühlschränke verbrauchen im täglichen Betrieb mehr Energie, als eigentlich nötig wäre.

Wenn Sie beim Anblick Ihrer Stromrechnung ein eisiger Schreck durchfährt, dann haben Sie vielleicht Ihre Kühlschranktemperatur zu niedrig eingestellt.

Tatsächlich ist das sogar eines der verbreitetsten Probleme mit Kühlschränken: Es wird mehr Kühlleistung abgerufen, als eigentlich nötig – und damit auch zu viel Energie verbraucht.

Machen Sie den einfachen Test mit der Butter: Kommt die Butter aus dem Kühlschrank streichzart, dann ist mit der Temperatur alles in Ordnung.

Lässt sich die Butter hingegen nicht verstreichen, dann ist der Kühlschrank zu niedrig eingestellt.

Die empfohlene Kühlschranktemperatur liegt bei 7 °C, das entspricht bei einfachen Modellen den unteren Reglerstufen 1 bzw. 2.

Manchmal liegt der hohe Stromverbrauch auch an einem defekten Türschalter.

Wenn der Kontakt nicht richtig greift, bleibt die Lampe im Kühlschrank eingeschaltet und verbraucht zusätzlichen Strom.

2. Vereister Kühlschrank

Ein häufiges Problem mit Kühlschränken ist eine ungewollte Vereisung der Lebensmittelfächer.

Das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass Sie die Temperaturen Ihres Kühlschranks zu niedrig eingestellt haben. Oft ist die Ursache auch bei vereisten Kühlschlangen zu suchen.

Wenn Sie trotz korrekt eingestellter Regler (7 °C bzw. Stufe 1 oder 2) mit Vereisungen zu kämpfen haben, dann sollten Sie die Tür Ihres Kühlschranks überprüfen.

Mitunter schließt die Kühlschranktür nicht korrekt oder die Dichtung ist defekt – dann muss der Kühlschrank ständig die eindringende Warmluft ausgleichen und erhöht die Kühlleistung, was letzten Endes den Kühlkreislauf aus dem Gleichgewicht bringt.

Wenn Sie die Türschließung und die Dichtung überprüft und gegebenenfalls repariert bzw. ausgetauscht haben, dann sollten Sie den Kühlschrank erst einmal ausräumen und abtauen.

Die Dichtung können Sie prüfen, indem Sie eine eingeschaltete Taschenlampe in den Kühlschrank legen, die Tür schließen und die Küche abdunkeln.

Im Anschluss sollten die durch die Vereisung gestörten Thermostate wieder richtig funktionieren und die eingestellte Temperatur gehalten werden.

Wenn Ihr Kühlschrank allerdings dauerhaft nicht abkühlt, dann werden Sie nicht umhinkommen, einen professionellen Reparaturdienst zu engagieren.

3. Der Kühlschrank macht Geräusche

Die meiste Zeit über läuft ein Kühlschrank eher leise, doch wenn der Kompressor anspringt und seine Arbeit tut, dann ist das meist mit einer gewissen Geräuschentwicklung verbunden und ganz normal – also kein Grund zur Beunruhigung.

Auch ein gelegentliches Gurgeln kann vorkommen – vor allem dann, wenn im Kühlschrank ein minderwertiger Kompressor verbaut wurde – das ist zwar etwas ärgerlich, aber noch kein echtes Alarmzeichen.

Ein mögliches Blubbern und Gluckern wird von dem Kältemittel verursacht, dass in den Kühlschlangen fließt.

Mehr über andere Ursachen für gluckernde Kühlschränke erfahren Sie übrigens hier.

Ein Knacken tritt in der Regel auf, wenn sich das Material dehnt oder zusammenzieht – auch das ist eigentlich ein ganz normaler Vorgang.

Ein gelegentliches Klicken wiederum deutet darauf hin, dass der Thermostat seine Arbeit verrichtet.

Auch Summen muss nicht grundsätzlich ein Grund zur Beunruhigung sein, wenn Ihr Gerät einen Wassertank besitzt – dann rührt es nämlich von der Pumpe her.

Trotzdem sollten Sie ein Ohr offenhalten: Wenn der Kühlschrank dauerhaft brummt oder knackt, dann kann das sehr wohl ein Indiz dafür sein, dass der Kompressor defekt ist.

In diesem Fall sollten Sie Ihr Gerät von einem Fachmann überprüfen und bei Bedarf auch reparieren lassen.

Auf keinen Fall sollten Sie sich selbst an einer Reparatur versuchen – die Elektronik der modernen Kühlschränke ist nicht darauf ausgelegt, von Laien gewartet zu werden.

Es gibt übrigens auch Kühlschränke, die ohne Kompressor auskommen, allerdings haben diese Modelle einen weitaus höheren Energiebedarf und sind deshalb nur sehr eingeschränkt zu empfehlen.

4. Der Kompressor springt immer wieder an

Ähnlich wie bei einem vereisten Kühlschrank bedeutet ein wiederholtes und ständiges Anspringen des Kompressors oftmals, dass der Kühlkreislauf Ihres Kühlschranks gestört ist.

Auch in diesem Fall sollten Sie unbedingt Türschließe und Dichtung des Kühlschranks überprüfen.

Wenn beides gegebenenfalls ausgetauscht und repariert wurde, sollten Sie auch hier den Kühlschrank ausräumen und abtauen.

Fällt der Kompressor weiterhin durch eine übertriebene Aktivität auf, dann ist die Hilfe eines Fachmanns gefragt und Sie sollten den Kundendienst kontaktieren.

5. Der Kühlschrank ist überladen

Es ist tatsächlich möglich, die Ladekapazität des Kühlschranks zu überreizen.

Ein Kühlschrank ist nicht zu vergleichen mit einem normalen Lagerschrank, den Sie bis oben hin vollstopfen können, wenn Ihnen danach ist.

Für die richtige Funktionsfähigkeit Ihres Kühlschranks ist eine ausreichende Luftzirkulation wichtig.

Eine solche Luftzirkulation kann nicht stattfinden, wenn der Kühlschrank überladen ist – die Luft staut sich, die gewünschte Temperatur kann nicht erreicht oder gehalten werden.

Dasselbe gilt übrigens auch dann, wenn Ihr Kühlschrank zu leer ist – in diesem Fall wärmt sich der Kühlschrank schnell auf, wenn Sie die Tür öffnen, weil viel Platz für warme Luft ist und der Kühlschrank dann beim Kühlen mehr zu tun bekommt.

In der Regel geben die Hersteller Ihnen eine Handreichung zur richtigen Befüllung des Kühlschranks, an die Sie sich auch halten sollten.

Ein sinnvoll befüllter Kühlschrank spart dem Kompressor hingegen Arbeit: Die Lebensmittel “speichern” nämlich die Kälte wie Kühlakkus und die Temperatur bleibt ohne großen Aufwand auf der gewünschten Stufe.

6. Der Kühlschrank funktioniert nicht

Wenn der Kühlschrank gar nicht mehr auf Ihre Eingaben reagiert und auch sonst durch völlige Einstellung aller Funktionen auffällt, dann sollten Sie zuallererst die Stromversorgung überprüfen.

In vielen Fällen ist eine Sicherung ausgefallen oder der Netzstecker bzw. die Steckdose sind beschädigt.

Wenn der Kühlschrank nicht kühlt, aber die Beleuchtung funktioniert, ist die Stromversorgung intakt und es gibt sehr wahrscheinlich einen Hardwaredefekt (Kompressor, Thermostat etc.).

Auch bei einem Kurzschluss kann ein defekter Kompressor oder Entstörkondensator schuld sein – in jedem Fall ist das eine Sache für den Kundendienst.

7. Wasser im Kühlschrank

Wenn Sie im Kühlschrank Wasser vorfinden, kann das bei einem Gerät mit Abtaufunktion auf ein verstopftes Ablaufloch hinweisen.

Versuchen Sie, das Loch manuell zu prüfen und gegebenenfalls von Blockaden zu befreien – wenn das nicht ohne Weiteres möglich ist, wenden Sie sich an den Kundendienst.

Darüber hinaus kommt es auch immer wieder vor, dass Wasser unter dem Gemüsefach im Kühlschrank steht – mehr dazu erfahren Sie hier.

8. Übler Geruch im Kühlschrank

Fällt Ihnen beim Öffnen Ihres Kühlschranks ein übler Geruch auf, dann sollten Sie zunächst nach verdorbenen Lebensmitteln Ausschau halten und diese entfernen.

Reinigen Sie außerdem den Kühlschrank gründlich – es kann hierzu auch sinnvoll sein, das Gerät komplett zu leeren und abzutauen.

Eine umfassende Reinigung des Kühlschranks sollte am besten einmal im Monat durchgeführt werden, damit üble Gerüche erst gar keine Chance bekommen, sich festzusetzen.

Packen Sie geruchsintensive Lebensmittel wie Fisch und Käse in geruchsdichte Dosen und legen Sie sie nicht einfach so in den Kühlschrank.

Haben Sie einen Geruchsherd entdeckt und beseitigt, können Sie mit einem Hausmittel (zum Beispiel einer Schale Natron oder Kaffeepulver) den Restgestank eindämmen.

9. Der Kühlschrank ist leer

Das kommt öfter vor, als Sie vielleicht glauben wollen – aber wenn der Kühlschrank leer ist, handelt es sich meist um ein menschliches Versäumnis und nicht um ein technisches Versagen.

Der unschönen Situation, einem gähnend leeren Kühlschrank gegenüberzustehen, können Sie leicht durch bessere Planung begegnen:

Schreiben Sie sich einfach einen Einkaufszettel und pinnen Sie diesen an die magnetische Kühlschranktür.

Alternativ oder als Ergänzung kann auch das Führen einer Inventarliste für den Kühlschrank sinnvoll sein, so dass Sie gleich von außen auf den ersten Blick erkennen können, wenn bestimmte Lebensmittel nachgekauft werden müssen.

Auch abseits Ihrer Nahrungsversorgung gibt es gute Gründe, den Kühlschrank nicht leer stehen zu lassen – ein vollkommen leerer Kühlschrank beansprucht bei der Kühlung tatsächlich mehr Energie.

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