Bettwäsche verknotet sich im Trockner? 11 Tipps (die funktionieren)

Bettwäsche verknotet sich im Trockner? 11 Tipps (die funktionieren)

Wohl jeder hat schon verhedderte und verknotete Bettwäsche als ein riesiges Knäuel aus dem Trockner zerren müssen.

Das ist nicht nur deshalb ärgerlich, weil die Wäsche dann oft nicht trocken wird – sondern auch, weil die Enthedderung aufwändig ist und lange dauern kann.

Insbesondere große Wäschestücke wie Betten- und Kissenbezüge und Spannbettlaken neigen dazu, sich im Trockner um andere Textilien zu wickeln – oder sogar um sich selbst.

Wie Sie das Problem jedoch zukünftig verhindern können, erfahren Sie jetzt.

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So verhindern Sie das Verknoten Ihrer Bettwäsche im Trockner

1. Wäsche vorher auflockern

Um Verknoten und Verheddern zu verhindern, sollten Sie Ihre nasse Wäsche nicht als ein großes, nasses Knäuel unbedacht in die Trocknertrommel werfen.

Lockern Sie stattdessen die einzelnen Teile der Bettwäsche durch kurzes Ausschütteln auf und legen Sie sie nacheinander in den Trockner.

Trennen Sie dabei auch Teile voneinander, die in der Waschmaschine eventuell zusammengeklebt sind und aneinander haften.

Tipp: bei besonders großen Teilen wie dem Bettlaken oder Bezug der Bettdecke ist es nicht zwingend notwendig, sie über die komplette Größe aufzuschütteln, weil das alleine recht umständlich sein kann.

Stattdessen reicht es der Einfachheit halber aus, wenn Sie diese Wäschestücke lediglich an mehreren Stellen auf Armlänge auseinanderziehen und schütteln, während Sie sie in die Trommel legen.

2. Bezüge schließen

Um das Risiko der Klumpenbildung und Verknotung der Bettwäsche zu verringern, sollten Sie immer alle Teile der Bettwäsche sorgfältig schließen.

Das betrifft also konkret die Knöpfe oder Reißverschlüsse der Bett- und Kissenbezüge sowie eventuell der Matratzenbezüge.

So verhindern Sie, dass andere Wäschestücke ins Innere gelangen, aus denen sie in der Regel nicht mehr herauskommen.

Tipp: generell sind Bettbezüge mit Reißverschluss in diesem Fall besser geeignet, weil sie im Gegensatz zu Knöpfen wirklich dicht schließen.

3. Wäsche sortieren

Wahrscheinlich haben Sie mehrere Sätze Bettwäsche, die jedoch möglicherweise aus unterschiedlichen Materialien bestehen.

Weil verschiedene Textilien unterschiedlich glatte Oberflächen haben, kann das zu verstärkter Reibung und Verheddern führen.

Trocknen Sie deshalb am besten Bettwäsche aus Naturfasern (z.B. Baumwolle oder Leinen) zusammen, aber getrennt von synthetischen Textilien wie Polyester.

Außerdem ist es hilfreich, die Bettwäsche nach gewünschter Trockenstufe zu sortieren – falls Sie beispielsweise einige bügelfeucht, andere jedoch schranktrocken haben wollen.

Zudem ist es extrem empfehlenswert, dass Sie Ihre Wäsche nach Größe sortieren:

Wenn Sie nämlich Bettwäsche mit besonders kleinen Textilien wie beispielsweise Socken trocknen, steigt die Wahrscheinlichkeit stark, dass die kleinen Textilien in der Bettwäsche eingewickelt werden.

Trocknen Sie Bettwäsche daher am besten stets getrennt von kleineren Wäschestücken.

4. Trocknerbälle verwenden

In vielen Fällen kann die Verwendung von Trocknerbällen helfen, die Verknotung der Bettwäsche zu reduzieren oder komplett zu verhindern.

Geben Sie entweder spezielle Trocknerbälle mit in die Trommel, oder nutzen Sie alternativ Tennisbälle (Vorsicht jedoch wegen der Gefahr des Abfärbens).

Tipp: Sie können auch einfach zwei selbstgemachte Trocknerbälle aus zusammengeknülltem Alupapier nutzen.

Diese lockern die Wäsche zwar nicht so gut auf wie spezielle Trocknerbälle, verhindern aber statische Aufladung, die oft Knotenbildung im Trockner fördert. Natürlich können Sie auch Trocknerbälle mit Alubällen kombinieren.

5. Bänder & Gürtel schließen

Falls Sie gleichzeitig Kleidung oder Wäsche mit Gürteln oder Textilbändern mittrocknen, sollten Sie diese vorher zusammenbinden.

Das trifft oft auf Bademäntel oder Schürzen zu, aber auch manche Kleider oder andere Kleidungsstücke haben solche Bänder oder Gürtel.

Schließen Sie diese Gürtel und Bänder in jedem Fall, bevor Sie diese Kleidungsstücke mit in den Trockner geben.

Im offenen Zustand neigen solche langen Bänder nämlich dazu, sich um andere Wäsche zu legen, zu verheddern und sie dadurch wie Paketband zusammen zu schnüren.

6. Trommel nicht überladen

Eine zu volle Trocknertrommel führt schneller dazu, dass Ihre Bettwäsche sich verheddert und verknotet.

Gerade bei solch großen Wäschestücken wie Bettwäsche überladen viele Menschen schnell ihren Trockner, weil dann nämlich nicht mehr viele andere Textilien reinpassen.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass viele gar nicht wissen, dass ein Trockner nur relativ wenig beladen werden sollte.

Wie voll Ihr Trockner sein sollte, welche Nachteile das Überladen hat, und wie Sie das vermeiden, erfahren Sie hier.

Grundsätzlich verringern Sie die Wahrscheinlichkeit von Verknotung, indem Sie nur ein Bettwäsche-Set auf einmal trocknen, statt zwei.

Und auch andere Textilien sollten Sie am besten nicht gleichzeitig trocknen, um Verknotungen zu vermeiden.

7. Vorsicht bei Spannbettlaken

Oftmals sind Spannbettlaken die Verursacher des unerwünschten Wäscheknäuels.

Grund ist, dass sie einerseits eine große Oberfläche haben, andererseits aber durch ihren elastischen Rand dazu neigen, andere Wäschestücke zum umschlingen und im Inneren einzufangen.

Eine Lösung des Problems wäre, dass Sie die Spannbettlaken entweder an der Luft trocknen, oder so lange warten, bis genug davon für einen getrennten Wasch- und Trocknerdurchlauf zusammengekommen sind.

Falls Sie Ihre Spannlaken jedoch zusammen mit anderem Bettzeug trocknen wollen oder müssen, achten Sie auf das richtige Falten des Lakens:

Legen Sie das nasse Spannlaken doppelt zusammen, Ecken auf Ecken, wie Sie es auch im trockenen Zustand machen würden.

In dieser gefalteten Form legen Sie nun das nasse Laken als erstes Wäschestück nach unten in die Trocknertrommel.

Anschließend legen Sie die Bettbezüge darüber, gefolgt von den Kissenbezügen – alle ebenfalls gefaltet.

Durch diese Stapelung und das Falten reduzieren Sie drastisch die Wahrscheinlichkeit, dass das Bettlaken die anderen Wäschestücke “verschlingen”.

8. Bettwäsche vorsorglich knoten

Dieser Tipp scheint zunächst unlogisch zu sein, kann aber tatsächlich hervorragend helfen, um ein Bettwäsche-Knäuel zu verhindern:

Anstatt die Bettbezüge und Laken einfach wie gewohnt in den Trockner zu legen, machen Sie vorher einen ganz lockeren Knoten in jedes Teil.

Tun Sie also so, als ob Sie einen Knoten in der Mitte des Bettzeugs machen wollen, aber bilden Sie nur eine ganz lockere Schlinge, ohne diese festzuziehen.

Das ungeliebte Knäuel entsteht nämlich dann, wenn sich die große Innenfläche des Bezugs im Trockner ausbreitet und sich darin andere Wäschestücken verfangen und umwickelt werden.

Durch den lockeren Knoten in der Mitte verhindern Sie effektiv das Ausbreiten dieser großen Fläche – und damit die Wahrscheinlichkeit der Knäuelbildung.

9. Fremdkörper entfernen

Achten Sie darauf, dass sich nicht unbemerkt andere Gegenstände mit in den Trockner verirren.

Wir alle wissen, wie schnell Dinge aus Hosen- oder Jackentaschen mit in der Waschmaschine landen können – von von Münzen über ganze Portemonnaies bis Feuerzeugen.

Besonders solche kleinen aber relativ schweren Objekte bilden schnell eine Art “Gravitationszentrum”, um welches das gesamte Wäscheknäuel entsteht.

10. Richtiges Programm wählen

Wenn Ihr Wäschetrockner ein extra Programm für “Bettwäsche” hat, nutzen Sie das unbedingt.

Dadurch wird nicht nur die Geschwindigkeit und Häufigkeit der Trommeldrehung angepasst – welche letztlich die Hauptursache der Verknotung ist.

Darüber hinaus sorgt das Programm für einen regelmäßigen Wechsel der Drehrichtung.

Denn bei Trocknern, deren Trommel stets nur in eine Richtung dreht, steigt die Gefahr der Knäuelbildung deutlich.

11. Trommelrotation prüfen

Die wichtige Rolle der Trommeldrehung bei der Verknotung der Bettwäsche haben wir eben bereits angesprochen.

Allerdings kann auch ein technisches Problem Ihres Trockners dazu führen, dass die Trommel nicht mehr wie vorgesehen rotiert oder die Richtung wechselt.

Beobachten Sie deshalb, ob die Trommel einwandfrei rotiert – eventuell liegt ein Problem mit dem Antriebsriemen oder dem Motor vor.

Sollte das der Fall sein oder Sie den Verdacht haben, rufen Sie den Herstellerservice oder Fachmann, um das Problem zu beheben.

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