Warum staubt es im Badezimmer? (8 hilfreiche Tipps)

Warum staubt es im Badezimmer? (8 hilfreiche Tipps)

Das Badezimmer gilt als Ort der Hygiene, deshalb wird das Vorkommen von Staub dort besonders kritisch gesehen – lässt sich aber nicht vollständig verhindern.

Der Staub im Badezimmer rührt zwangsläufig von der Luft in der Umgebung und vom Menschen selbst her.

Gänzlich vermeiden lässt sich Staub im Badezimmer nicht, aber doch spürbar vermindern durch verschiedene Maßnahmen.

Dazu gehören etwa regelmäßiges Saugen und Lüften, der Verzicht auf Zigaretten, Kerzen und Räucherstäbchen sowie das gründliche Ausschütteln aller im Bad verwendeten Textilien.

Wie viel Staub ist normal im Bad?

Grundsätzlich ist es ganz normal, dass im Badezimmer Staub vorkommt.

Staub sammelt sich insbesondere in den Ecken des Badezimmers – wie in jedem anderen Raum der Wohnung oder des Hauses auch.

Wenn Sie manchmal das Gefühl haben, Sie müssten jeden Tag staubwischen, dann ist das gar nicht so ungewöhnlich und es geht vielen Menschen ähnlich.

Der Staub im Bad hat natürliche und kaum vermeidbare Ursachen.

Wenn Sie allerdings das Gefühl haben, dass Sie im Bad mit deutlich mehr Staub zu kämpfen haben als im Rest der Wohnung, dann gibt es dafür möglicherweise Gründe, an denen Sie etwas ändern können.

Woher kommt der Staub im Bad?

Der Staub im Badezimmer ist zunächst ein natürlicher Teil der Umgebungsluft, der immer und überall vorhanden ist.

Die zweite wichtige Quelle für Staub im Badezimmer ist der Mensch selbst:

Beim An- und Ausziehen, beim Abtrocknen oder Kämmen der Haare, was ja alles häufig im Bad geschieht, lösen sich tote Hauptschuppen ab.

Bei diesen Hautschuppen handelt es sich um Sedimentationsstaub, der als Schwebstaub durch die Luft fliegt und sich überall da ablagert, wo Sie ihn eigentlich überhaupt nicht haben möchten.

Weitere für das Bad typische Tätigkeiten, bei denen es zu vermehrter Staubablagerung kommt, sind das Föhnen und die Rasur mit einem Elektrorasierer.

Auch durch das Lüften gelangt Staub in das Badezimmer und lagert sich in Form von Feinstaub auf der Einrichtung und der Keramik ab – trotzdem sollten Sie auf das regelmäßige Lüften keinesfalls verzichten!

Falls Sie im Bad einen Wäschetrockner nutzen, führt dessen Einsatz auch zu einer erhöhten Bildung und Ablagerung von Staub.

Ist viel Staub im Bad ungesund?

Staub kann organisches Material enthalten, wozu unter anderem Hautschuppen und Essenskrümel gehören.

In dieser Umgebung fühlen sich dann auch Milben, Bakterien und Schimmelpilze wohl.

Sowohl die Hausstaubmilbe als auch Schimmelpilze können beim Menschen allergische Reaktionen auslösen.

Staub kann auch chemische Stoffe binden, zum Beispiel Weichmacher, die für den menschlichen Organismus eine Gefahr darstellen.

Lässt sich Staub im Bad vermeiden?

Da Staub im Badezimmer völlig normal ist und sowohl von der Umgebung als auch vom Menschen selbst verursacht und gefördert wird, lässt sich sein Vorkommen im Bad nicht vollständig vermeiden.

Trotzdem stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, den Staub im Badezimmer zumindest einzudämmen.

8 Tipps gegen Staub im Bad

Sie sind dem Staub im Badezimmer keineswegs hilflos ausgeliefert.

Mit den folgenden Maßnahmen können Sie das Aufkommen von Staub im Badezimmer reduzieren.

1. Mehrmals täglich stoßlüften

Das Mittel Nummer eins gegen alle Arten von Staub in der Wohnung ist das Lüften.

Es ist zwar richtig, dass durch die geöffneten Fenster auch und gerade Staub in die Wohnung und in das Badezimmer gelangen kann, aber aufs Ganze gesehen wird beim Lüften viel mehr Staub aus dem Badezimmer entfernt als neu hinzukommt.

Lüften ist zudem unverzichtbar, weil dadurch auch die Gefahr von Schimmelpilz und ähnlichen schädlichen Entwicklungen gemindert wird.

Dabei sollten Sie aber nicht einfach die Fenster beliebig lange offen stehen lassen, sondern stattdessen gezielt mehrmals täglich stoßlüften.

Morgens, mittags und abends sind gute Zeitpunkte, um regelmäßig zu lüften, wenn Sie das Fenster ansonsten geschlossen halten.

Das kurzzeitige Komplettlüften ist einem über einen längeren Zeitraum gekippten Fenster in jedem Fall vorzuziehen.

Falls Ihr Badezimmer kein Fenster besitzt, sollten Sie über die geöffnete Tür und die Fenster der restlichen Räume für Luftzirkulation sorgen.

2. Regelmäßig staubsaugen

Auch im Bad sollten Sie regelmäßig staubsaugen.

Gerade beim Staubsaugen wird das Bad gerne stiefmütterlich behandelt, was oft auch daran liegt, dass die mitunter beengten Platzverhältnisse die Navigation mit dem Staubsauger erschweren.

Bei der Wahl des Staubsaugers sollten Sie aber unbedingt darauf achten, dass Sie auf ein Modell mit einem speziellen Zusatzfilter zurückgreifen.

Fehlt ein solcher Filter, dann gelangt ein Teil des aufgesaugtes gleich ungefiltert wieder in die Raumluft und Sie haben sich Ihre Mühe umsonst gemacht.

Mindestens einmal pro Woche sollten Sie im Bad staubsaugen und wenn möglich im Anschluss feucht durchwischen.

Wenn Sie sich einen praktischen Handsauger mit Akkubetrieb anschaffen, dann können Sie ohne großen Aufwand binnen weniger Minuten auch öfter saugen.

Je nach Staubaufkommen kann es sinnvoll sein, ca. jeden zweiten Tag zu saugen, was mit einem kleinen Handsauger auch in fünf Minuten erledigt ist.

Bei einem kabelgebundenen Staubsauger ist der Aufwand deutlich höher, weshalb es sich nur beim wöchentlichen Großputz wirklich lohnt – sonst ist der Zeitverlust zu hoch.

3. Feucht wischen

Neben dem Staubsaugen ist auch das Wischen eine wichtige und unverzichtbare Reinigungsmaßnahme für Ihr Badezimmer.

Allerdings sollten Sie nicht mit einem trockenen Tuch staubwischen, sondern dafür immer ein feuchtes Tuch benutzen.

Gerade die Kacheln sollten Sie feucht abwischen – für den Boden tut es hier auch ein Wischmopp.

Zweimal pro Woche sollten Sie mit einem feuchten Tuch in Ihrem Badezimmer gründlich durchwischen.

Idealerweise wischen Sie erst nach dem Staubsaugen feucht, weil so das Gröbste schon beseitigt ist und Sie genau die Staubpartikel entfernen, die beim Saugen nicht erfasst wurden.

Beim Durchwischen sollten vor allem die Fliesen nicht vergessen werden.

Mit einem feuchten Tuch können Sie Staubpartikel binden, was mit einem trockenen Tuch nicht so effizient möglich ist.

4. Keine Wäsche trocknen bzw. lagern

Oft wird Wäsche im Badezimmer getrocknet bzw. die feuchte Wäsche dort zwischengelagert, mitunter direkt auf dem Kachelboden.

Genau das sollten Sie aber nicht tun, da gerade die feuchte Wäsche ein Sammelsurium für Staubpartikel und organische Materialien ist.

Verwenden Sie auf jeden Fall einen Wäschekorb, um die Schmutzwäsche zu sammeln und verzichten Sie bei starker Staubbildung nach Möglichkeit auf die Nutzung eines Wäschetrockners im Bad.

Noch besser ist es, wenn Sie für den Wäschekorb einen anderen Stellplatz finden – zum Beispiel in einem Abstellraum oder im Keller.

Wenn Sie nicht umhinkönnen, einen Trockner im Bad zu betreiben, dann sorgen Sie dafür, dass der Filter des Trockners nach jeder Benutzung gereinigt wird.

5. Tür geschlossen halten

Die Tür zum Badezimmer sollte keinesfalls den ganzen Tag offen stehen.

Stattdessen sollten Sie die Tür auch bei Nichtbenutzung des Badezimmers geschlossen halten, um unnötige und ungewollte Staubablagerungen aus dem Rest der Wohnung zu verhindern.

6. Textilien ausschütteln

Wenn Sie im Badezimmer Teppiche, Jalousien, Handtücher oder Bademäntel nutzen, dann sollten Sie diese regelmäßig im Freien ausschütteln.

Ansonsten sammeln sich in diesen Textilien nämlich Staubpartikel und organische Materialien, die Sie mit dem bloßen Auge gar nicht wahrnehmen.

7. Nach Nutzung reinigen

Wenn Sie ohnehin im Badezimmer zugange waren, dann würde es sich anbieten, die Armaturen und Oberflächen mit einem feuchten Tuch kurz abzuwischen, damit sich erst gar keine Staubschicht bilden kann.

Das gilt besonders dann, wenn Deodorant oder Rasierschaum zum Einsatz gekommen sind – diese sind nämlich für einen unangenehmen Klebefilm verantwortlich, an dem die Staubpartikel haften bleiben.

Auch wenn Sie im Bad rauchen oder Kerzen bzw. Räucherstäbchen anzünden, sollten Sie im Anschluss gleich eine wenigstens rudimentäre Reinigung durchführen – oder auf den Einsatz derartiger Dinge am besten gleich ganz verzichten.

8. Heizkörper reinigen

Die Heizung im Bad wird oft übersehen, aber gerade in ihren Zwischenräumen finden Staubpartikel eine hervorragende Möglichkeit zur Ablagerung.

Auch sonst gibt es in jedem Badezimmer immer schwer zugängliche Stellen auf Rohren oder in Ecken, die beim Reinigen gerne übersehen werden.

Staub bildet sich aber nicht isoliert – jede Ecke, in der sich Staubpartikel festsetzen können, hat auch eine negative Auswirkung auf das übrige Badezimmer.

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