Warum beschlagen Fenster im Schlafzimmer? 8 Gründe (& Tipps)

Warum beschlagen Fenster im Schlafzimmer? 8 Gründe (& Tipps)

Ständig beschlagene Fenster im Schlafzimmer mindern nicht nur den Wohnkomfort.

Nasse Schlafzimmerfenster können unter Umständen auch ein Risiko für das Fenster selbst sowie für Schimmelbildung darstellen.

Warum Ihr Schlafzimmerfenster beschlägt und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie jetzt.

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Ist es normal, dass die Fenster im Schlafzimmer beschlagen?

Das kommt ganz darauf an, wann genau und wie oft Ihre Schlafzimmerfenster beschlagen.

So ist es beispielsweise völlig normal, dass die Fenster beschlagen, wenn Sie sie zum Lüften öffnen und es draußen deutlich kälter ist als drinnen.

Denn dann kommt die kalte Außenseite des Fensters mit der warmen, feuchten Raumluft in Kontakt, wodurch diese an der kalten Scheibe kondensiert.

Ebenso kommt es bei sehr kalten Außentemperaturen oft dazu, dass die Fenster morgens beschlagen sind – insbesondere, wenn es sich um ältere, nicht gut gedämmte Fenster handelt.

Nicht normal – jedenfalls nicht ideal – sind jedoch Fensterscheiben, die ständig von innen beschlagen sind, obwohl sie geschlossen sind oder es nicht besonders kalt ist.

Sind beschlagene Fenster im Schlafzimmer ein Problem?

Wenn Ihre Fenster nur kurzzeitig beschlagen – z.B. beim Durchlüften – oder nur gelegentlich morgens, dann besteht kein Grund zur Sorge.

Sollten Ihre Schlafzimmerfenster allerdings regelmäßig stark und vor allem über längere Zeit beschlagen, dann kann das durchaus zu Problemen führen.

Zum einen besteht dann aufgrund der dauerhaften Feuchtigkeit das akute Risiko der Schimmelbildung.

Der Schimmel wird sich zwar nicht direkt auf dem Glas der Fensterscheibe bilden, jedoch an den Silikonfugen und eventuell sogar am Fensterrahmen selbst.

Mehr dazu, wann bei Ihnen Schimmelgefahr im Schlafzimmer besteht, erfahren Sie hier.

Zum anderen kann ständige Feuchtigkeit auch auf Dauer das Fenstermaterial angreifen.

Das betrifft nicht nur die Dichtungen, sondern ist vor allem bei Holzfenstern eine Gefahr, wenn der Holzrahmen permanent feucht ist.

8 Gründe, warum Fenster im Schlafzimmer beschlagen

1. Sie lüften zu wenig

Ihre Schlafzimmerfenster können grundsätzlich nur beschlagen, wenn genügend Feuchtigkeit in der Raumluft vorliegt, die dann an den kalten Scheiben kondensieren kann.

Wenn Sie also nicht regelmäßig die feuchte Raumluft austauschen, sind “schwitzende” Fenster kaum zu vermeiden.

Übrigens kommt es hier auch auf die richtige Methode an:

Denn das Fenster nur anzukippen oder es bei geschlossener Schlafzimmertür zu öffnen, reicht in der Regel nicht, um für genügend Luftaustausch zu sorgen.

Stattdessen sollten Sie immer sogenanntes Stoßlüften durchführen, bei dem Sie gegenüberliegende Fenster in Haus oder Wohnung öffnen und so einige Minuten für Durchzug sorgen.

2. Sie lüften zur falschen Zeit

Auch durch Lüften zur falschen Tageszeit können Sie ungewollt die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer erhöhen und so zu nassen Fensterscheiben beitragen.

Diese Gefahr besteht übrigens vorwiegend im Sommer, wenn die Außenluft deutlich wärmer ist als die Schlafzimmerluft.

Denn wenn die warme Sommerluft sich im Schlafzimmer abkühlt, steigt ihre relative Luftfeuchtigkeit (warum das so ist, erfahren Sie hier).

Lüften Sie deshalb besonders im Sommer bevorzugt in den kühlen Tagesstunden, also früh morgens und spät abends.

3. Nasse Wäsche

Hängen Sie Ihre nasse Wäsche zum Trocknen im Schlafzimmer auf?

Falls ja, kann das durchaus erheblich zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit und somit zum Beschlagen Ihrer Fenster beitragen.

Sollten Ihre Fenster nur an diesen Tagen beschlagen, an den Tagen ohne nasse Wäsche jedoch nicht, besteht allerdings kein Grund zur Sorge.

Denn Schimmel entsteht erfreulicherweise nicht in wenigen Stunden oder über Nacht (mehr dazu, wann nasse Wäsche riskant sein kann, erfahren Sie hier).

4. Ihr Schlafzimmer ist zu kalt

Viele Menschen schlafen gerne in kalten Schlafzimmern.

Allerdings sollten Sie Ihr Schlafzimmer nicht zu kalt werden lassen.

Denn wenn die Raumtemperatur sehr niedrig ist, sind Ihre Fensterscheiben sogar noch kälter.

Und derart kalte Oberflächen lassen die Feuchtigkeit der Raumluft sehr schnell kondensieren.

Selbst bei sonst gutem Lüftungsverhalten kann das dazu führen, dass Sie morgens stets mit nassen Scheiben aufwachen.

Denn über Nacht erhöht sich zwangsläufig die Luftfeuchtigkeit durch Schwitzen und Atmen – sehr kalte Raumluft kann diese aber nur begrenzt aufnehmen.

Experten sehen 16-19°C als ideale Schlafzimmertemperatur an, bei der Sie einerseits gut schlafen und andererseits kein unnötiges Risiko für Schimmelbildung eingehen.

5. Fenster schlecht gedämmt

Alte, einfach verglaste Fenster bieten natürlich nur begrenzte Wärmedämmung und beschlagen daher besonders schnell – vor allem in der kalten Jahreszeit.

Sollten Sie also ein altes Fenster haben, kann es sich durchaus lohnen, über einen Ersatz durch ein modernes, gut gedämmtes Fenster nachzudenken.

Moderne Fenster sind regelrechte High-Tech-Produkte und mit alten Einglasfenstern eigentlich kaum zu vergleichen.

Nicht nur sind moderne Fenster entweder doppelt oder sogar dreifach verglast, sondern ihre Zwischenräume sind oft mit Edelgasen wie Argon oder Krypton befüllt und teilweise sogar mit Metall bedampft.

Ebenfalls hochmoderne Vakuum-Fenster kommen sogar mit lediglich zwei Scheiben sowie einer sehr dünnen Fensterstärke aus – und das bei Dämmwerten, die sich mit Dreifach-Scheiben messen können.

Auch das Rahmenmaterial spielt eine Rolle: während Holz zwar umweltfreundlicher ist als die weit verbreiteten Kunststoffrahmen und durchaus auch sehr gute Wärmedämmung bietet, muss es regelmäßig gestrichen oder lasiert werden.

Sonst kann es über die Jahre durch Witterung und UV-Licht strukturellen Schaden nehmen, was seine Dämmungseigenschaften verringert.

6. Verdunstungsquellen im Schlafzimmer

Neben der bereits angesprochenen nassen Wäsche können auch weniger beachtete Quellen für viel Raumfeuchtigkeit sorgen:

So verdunsten beispielsweise Zimmerpflanzen eine beachtliche Menge an Feuchtigkeit, welche zum Beschlagen der Fenster beitragen kann.

Auch Zimmerbrunnen, Aquarien oder andere Wasserquellen im Schlafzimmer kommen hier in Frage.

7. Kleines Schlafzimmer

Sie können natürlich wenig an Ihrer Schlafzimmergröße ändern.

Jedoch spielt diese eine erhebliche Rolle dabei, wie schnell und wie hoch die Luftfeuchtigkeit ansteigt – und somit dabei, wie schnell Ihre Fenster beschlagen.

Kleine Schlafzimmer erreichen nämlich deutlich schneller hohe Feuchtigkeitswerte als größere Räume.

Das liegt einfach daran, dass die Atemluft sowie Verdunstungsfeuchte durch Schweiß sich in weniger Volumen verbreiten kann.

8. Feuchtigkeit aus anderen Räumen

Achten Sie darauf, dass nicht etwa die besonders feuchte Luft aus dem Bad oder der Küche ins Schlafzimmer kommt.

Da es hier oft deutlich kühler ist, beschlägt die feuchtwarme Luft sehr schnell an kalten Oberflächen – bevorzugt den Fensterscheiben.

Halten Sie also am besten die Schlafzimmertür geschlossen, wenn Sie oder jemand anders aktiv sind in Küche oder Bad.

Wie kann ich beschlagene Fenster vermeiden?

Als erstes sollten Sie die Tipps von weiter oben in diesem Artikel zum Lüften beherzigen.

Denn ausreichendes und richtiges Lüften ist das A und O gegen beschlagene Fenster im Schlafzimmer.

Sollte das allein nicht bereits das Problem beseitigen, können folgende Tipps helfen:

1. Luftfeuchtigkeit messen

Als erstes sollten Sie die relative Luftfeuchtigkeit in Ihrem Schlafzimmer überhaupt kennen.

Diese können Sie ganz einfach mit einem Hygrometer messen und sollte in Schlafzimmern idealerweise zwischen 40-60% liegen.

Denn je nachdem, ob in Ihrem Schlafzimmer normale oder hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, ist die Ursache für die beschlagenen Fenster eventuelle eine andere.

2. Ausreichend heizen

Wie Sie bereits wissen, kann sich an kalten Fenstern, Wänden und Einrichtungen schnell Kondenswasser bilden.

Deshalb können in einem ausgekühlten Schlafzimmer schnell die Scheiben beschlagen, obwohl die gemessene Luftfeuchtigkeit möglicherweise sogar im normalen Bereich liegt.

Das liegt einfach daran, dass die kalten Oberflächen die Lufttemperatur lokal absenken und somit dort die Luftfeuchtigkeit ansteigt (und eventuell sogar kondensiert).

Lassen Sie das Heizungsthermostat also stets auf mindestens 16°C, auch tagsüber – nur kurzzeitig heizen reicht nicht aus.

3. Nachts für Luftaustausch sorgen

Sehr effektiv gegen beschlagene Schlafzimmerscheiben kann sein, wenn Sie einfach die Schlafzimmertür nachts offen stehen lassen.

Falls es nachts nicht allzu kalt ist, sorgt auch ein zumindest teilweise geöffnetes Fenster dafür, dass keine Feuchtigkeitsspitzen während der Nacht entstehen.

4. Verdunstungsquellen entfernen

Versuchen Sie testweise, Ihre Schlafzimmerpflanzen oder andere Wasserquellen für ein paar Tage in ein anderes Zimmer zu stellen.

Es ist nämlich gut möglich, dass die dadurch verursachte Verdunstung die Ursache für Ihre schwitzenden Fenster war.

5. Wäsche anderswo trocknen

Sollten Sie Ihre nasse Wäsche bisher im Schlafzimmer trocknen, kann allein das schon die Ursache sein.

Versuchen Sie beim nächsten Mal einfach, diese in einem anderen Raum zu trocknen und beobachten Sie, ob Ihre Fenster dann nicht mehr beschlagen.

Wie Sie hier näher erfahren, besteht jedoch normalerweise kein Grund zur Sorge, wenn Sie nur ab und an Ihre Wäsche im Schlafzimmer trocknen, dort ansonsten aber kein Problem mit hoher Luftfeuchtigkeit haben.

Alternativ kann auch ein moderner Wäschetrockner im Schlafzimmer das Problem lösen.

6. Fenster modernisieren

Sollte sich trotz aller anderen Maßnahmen das Kondenswasser an den Fenstern nicht in den Griff bekommen lassen, liegt es höchstwahrscheinlich an mangelnder Dämmung der Fenster.

Natürlich ist ein neues Schlafzimmerfenster eine nicht unwesentliche Investition und auch einiges an Aufwand.

Langfristig lohnt sich ein modernes Fenster mit hervorragenden Dämmwerten aber – sowohl bei den Heizkosten als auch für den Wohnkomfort.

Als Eigentümer kümmern Sie sich natürlich selbst um die Beauftragung einer Fachfirma.

Wenn Sie zur Miete wohnen, sprechen Sie unbedingt Ihren Vermieter an, da er für Instandhaltung und Reparatur der Fenster verantwortlich ist.

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