Wann muss Pudding in den Kühlschrank? 8 wichtige Antworten

Wann muss Pudding in den Kühlschrank? 8 wichtige Antworten

Pudding verdirbt bei Zimmertemperatur erst nach etwa 12 Stunden, weshalb Sie sich mit dem Kühlen nicht besonders beeilen müssen.

Wenn Sie den Pudding aber stürzen möchten, braucht er vorher mindestens vier Stunden Kühlung, um die nötige Festigkeit zu erreichen.

Sofort nach dem Kochen dürfen Sie ihn jedoch nicht in den Kühlschrank stellen, denn damit erhöhen Sie den Energieverbrauch und schaden eventuell den anderen eingelagerten Lebensmitteln.

Hier erklären wir Ihnen, wie Sie mit selbstgemachtem Pudding richtig umgehen und ihn möglichst lange frisch halten.

1. Wann muss Pudding in den Kühlschrank?

Wenn Sie Ihren Pudding traditionell aus hübschen Formen stürzen möchten, dann müssen Sie ihn vorher gut kühlen.

Erst nach mindestens vier Stunden in der Kühlung ist der Pudding so fest, dass Sie ihn in einem Stück aus der Form bekommen und er nicht wieder zerläuft.

Im Hinblick auf die Haltbarkeit brauchen Sie sich keine übermäßigen Sorgen zu machen.

Sie können zum Beispiel abends Pudding kochen und ihn in die gewünschten Formen füllen.

Dann können Sie ihn über Nacht abgedeckt in der Küche stehen lassen und ihn erst am nächsten Morgen kühl stellen.

2. Muss Pudding zwingend in den Kühlschrank?

Die Kühlphase im Kühlschrank dient der Verfestigung und ist nur als Vorbereitung zum Stürzen unbedingt nötig.

Sofern Sie Ihren Pudding aus Dessertschalen löffeln möchten und eine weiche Konsistenz bevorzugen, brauchen Sie ihn nicht zwingend zu kühlen.

Vielleicht mögen Sie warmen Pudding besonders gern oder Sie möchten für Gäste ein dekoratives Schichtdessert im Glas anrichten.

Lassen Sie Ihren Pudding einfach auf die bevorzugte Temperatur abkühlen und stellen Sie ihn nach Bedarf kalt.

3. Darf man Pudding sofort heiß in den Kühlschrank stellen?

Sie sollten heißen Pudding niemals direkt in den Kühlschrank stellen, denn dies erhöht den Energieverbrauch, verschlechtert das Klima im Kühlschrank und kann die Haltbarkeit der anderen Lebensmittel beeinträchtigen.

Zum einen muss der Kühlschrank wegen der plötzlichen Hitze im Inneren stärker kühlen, um die eingestellte Temperatur wieder zu erreichen.

Dabei steigt der Stromverbrauch erheblich.

Zum anderen bildet sich viel Kondenswasser, das für eine starke Vereisung sorgen kann.

Unter dem plötzlichen Temperaturanstieg leiden auch die übrigen Speisen im Kühlschrank.

Dadurch, dass die Kühlkette unterbrochen wird, können andere kühlbedürftige Lebensmittel schneller verderben.

Schließlich kann es auch passieren, dass sich das Kondenswasser auf anderen Speisen absetzt und diese verwässert.

Im Übrigen kann sich der Kälteschock negativ auf den Geschmack des Puddings auswirken.

Das Dessert muss vor der Kühlung einige Zeit bei Zimmertemperatur stehen, um sein Aroma voll auszubilden.

Lassen Sie Ihren selbst gekochten Pudding deshalb mindestens eine Stunde abkühlen, bis er nur noch lauwarm ist.

4. Wie kann ich Pudding schneller abkühlen?

Eine etwas anstrengende, aber wirkungsvolle Methode, um Pudding schneller abzukühlen, ist das Kaltrühren.

Füllen Sie eine große Schüssel mit kaltem Wasser und geben Sie nach Möglichkeit einige Eiswürfel hinzu.

Gießen Sie den heißen Pudding in eine etwas kleinere Schüssel und stellen diese in das kalte Wasserbad.

Rühren Sie nun kontinuierlich mit einem Schneebesen um, bis Ihr Pudding auf die gewünschte Temperatur abgekühlt ist.

Das Kaltrühren hat den angenehmen Nebeneffekt, dass Ihr Pudding eine besonders cremige Textur bekommt.

Außerdem vermeiden Sie damit die Bildung einer unappetitlichen Haut auf der Oberfläche.

5. Wie lange hält sich Pudding im Kühlschrank?

Sie können Ihren Pudding maximal vier Tage im Kühlschrank aufbewahren, wenn Sie ihn sofort nach dem Kochen heiß in Gläser füllen und diese direkt verschließen.

Sterilisieren Sie verschließbare Schraubgläser, indem Sie sie mit kochend heißem Wasser ausspülen.

Plastikgefäße eignen sich nicht, weil sie die hohen Temperaturen nicht unbeschadet überstehen.

Befüllen Sie die Gläser mit dem heißen Pudding und lassen Sie oben noch etwas Platz.

Schließen Sie die Gläser, drehen Sie sie um und stellen Sie sie für einige Zeit auf den Kopf, damit kein Kondenswasser entsteht.

Auch bei dieser Methode können Sie sich später darüber freuen, dass sich keine Haut auf Ihrem Pudding gebildet hat.

Nach dem Abkühlen können Sie die Gläser im Kühlschrank bis zu vier Tage aufbewahren.

Falls Sie allerdings erst nach dem Essen bemerken, dass Sie Reste übrig haben, können Sie diese nur noch für ein bis zwei Tage im Kühlschrank lagern.

Geben Sie den Pudding in ein luftdichtes Gefäß und bewahren Sie ihn bei möglichst niedriger Temperatur von 3 bis 4 Grad im unteren Kühlschrankfach auf.

6. Beeinflussen bestimmte Zutaten die Haltbarkeit?

Ob Sie Pudding mit Ei oder ohne Ei, mit gekauftem oder selbst gemachtem Puddingpulver anrühren: Pudding nach klassischen Rezepten wird stets etwa gleich lange haltbar bleiben.

Die empfindlichsten Zutaten im Pudding sind die Milch oder Sahne und die eventuell enthaltenen Eier.

Alle diese Lebensmittel halten sich nach der Verarbeitung gekühlt nur höchstens vier Tage, sofern Sie den Pudding sofort abgefüllt und verschlossen haben.

Haben Sie den Pudding erst abkühlen lassen und dann in den Kühlschrank gestellt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Milch oder Sahne bereits nach zwei Tagen umkippt.

Länger als zwei Tage sollten Sie den Pudding aber auch nicht lagern, wenn er Ei enthält.

Welches Puddingpulver Sie verwenden, wirkt sich auf die Haltbarkeit Ihres Puddings ebenfalls nicht aus.

Industriell produziertes Pulver besteht hauptsächlich aus Stärke, Salz, Aromen und Farbstoffen.

Sie können auch Ihr eigenes Puddingpulver aus Speisestärke, Zucker und Salz anmischen, und Ihr Pudding bleibt ebenso lange frisch.

7. Kann man Pudding einfrieren oder einkochen?

Einfrieren empfiehlt sich nicht zur Haltbarmachung eines selbst gekochten Puddings.

Er bleibt zwar im Gefrierschrank bis zu drei Monate essbar, allerdings leiden sein Geschmack und seine Konsistenz erheblich.

Die enthaltene Flüssigkeit kristallisiert beim Einfrieren, sodass der Pudding beim Auftauen flüssig wird.

Diesen Effekt verstärkt auch noch die Milch, deren Fett- und Wasseranteile sich im Tiefkühler voneinander trennen können.

Sie können zwar die cremige Textur Ihres Puddings wiederherstellen, indem Sie ihm nach dem Auftauen erneut etwas Speisestärke zufügen und ihn nochmals aufkochen.

Dennoch wird der wässrige Geschmack Ihres Tiefkühlpuddings nie an das Aroma des frischen Desserts heranreichen.

Auch das Einkochen ist keine geeignete Methode für Pudding, weil er Stärke als Bindemittel enthält.

Der Pudding kann nach dem Einmachen durch Gärung sauer werden, weil sich darin noch immer minimale Reste von Enzymen halten können, die Stärke und Wasser in kleine Zuckermoleküle umwandeln.

Diese Zucker können die letzten noch im Glas vorhandenen Hefesporen wieder zum Leben erwecken, die sich dann blitzschnell vermehren.

8. Wie lange hält sich Pudding bei Zimmertemperatur?

Sie können Pudding bei Zimmertemperatur ohne Bedenken 12 Stunden aufbewahren.

Nur wenn ausnahmsweise im Hochsommer sehr hohe Temperaturen herrschen, sollten Sie ihn nach spätestens fünf Stunden kühl stellen.

Nach mehr als 12 Stunden besteht die Gefahr, dass Milch, Sahne und Eier verderben.

Aber je eher der Pudding gekühlt wird, desto länger bleibt er frisch.

Sobald Sie merken, dass Sie nicht alles aufessen können, sollten Sie den lauwarmen oder abgekühlten Pudding deshalb schnell in den Kühlschrank bringen.

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