Warum ist das Gemüsefach im Kühlschrank nass? 5 Gründe (& Lösungen)

Warum ist das Gemüsefach im Kühlschrank nass? 5 Gründe (& Lösungen)

Wenn Wasser in oder unter Ihrem Gemüsefach steht, sollten Sie schnell handeln.

Wichtig zu verstehen ist zunächst, dass die Gründe für Wasser im Gemüsefach oft ganz andere sind als bei Wasser unter dem Gemüsefach.

Was in beiden Fällen zu im Kühlschrank stehenden Wasser führt – und wie Sie das Problem beheben können – erfahren Sie jetzt.

Warum steht Wasser unter dem Gemüsefach?

1. Ablaufloch verstopft

Ein verstopftes Ablaufloch ist eine häufige Ursache für Wasseransammlungen unter dem Gemüsefach im Kühlschrank.

Jeder Kühlschrank hat an der unteren Rückwand im Innenraum ein Ablaufrinne mit einem Loch in der Mitte.

Dieses Ablaufloch sorgt dafür, dass das unweigerlich entstehende Kondenswasser aus dem Kühlschrank nach außen abläuft, anstatt innen für stehendes Wasser zu sorgen.

Weil das Ablaufloch jedoch recht klein ist, verstopft es durch Verschmutzung, Verkeimung, Schimmel oder Vereisung relativ leicht.

Lösung: Wie es zur Verstopfung des Lochs kommen kann, wie Sie das vermeiden und auch ganz einfach beheben können, erfahren Sie im Detail hier.

2. Türdichtung

Wenn die Dichtung Ihrer Kühlschranktür nicht mehr richtig schließt, gelangt ständig feuchtwarme Luft in den Kühlschrank, was zu verstärkter Kondenswasserbildung führt.

Wenn sich die warme Luft im Kühlschrank dann abkühlt, verringert sich ihre Kapazität, Feuchtigkeit zu speichern – weshalb die Feuchtigkeit an den kalten Innenwänden des Kühlschranks Kondenswasser bildet.

Normalerweise laufen diese Wassertropfen an der Rückwand herunter und über den Ablauf nach außen, ohne eine Pfütze unter dem Gemüsefach zu bilden.

Bei einer defekten Türdichtung kann sich aber schnell auch Kondenswasser an den Seitenwänden bilden, von wo aus es nicht in die Ablaufrinne, sondern direkt unter das Gemüsefach läuft.

Neben der verstärkten Bildung von Kondenswasser im Kühlschrank führt der ständige Wärmeaustausch natürlich auch zu deutlich höherem Energieverbrauch – und damit höheren Stromkosten.

Lösung: Prüfen Sie optisch, ob Sie eine Beschädigung an der Türdichtung erkennen können und ersetzen Sie diese notfalls komplett.

Ein hilfreicher Tipp: legen Sie eine eingeschaltete Taschenlampe in den Kühlschrank – in der dunklen Küche erkennen Sie defekte Dichtungen leicht am austretenden Licht.

3. Falsche Befüllung des Kühlschranks

Wenn Sie warme Speisereste in den Kühlschrank stellen, geben diese sehr viel Feuchtigkeit ab, was zu sehr starker Kondenswasserbildung im Inneren führt.

Ähnlich wie bei undichten Türdichtungen kann sich so die Feuchtigkeit Ihrer warmen Suppe praktisch überall im Kühlschrank niederschlagen.

Das Problem dabei ist, dass dann nur ein kleiner Teil der herunterlaufenden Kondenswassertropfen auch in der Abflussrinne landet.

Ein beachtlicher Teil wird stattdessen direkt auf den Boden den Kühlschranks laufen und sich unter Ihrem Gemüsefach ansammeln.

Lösung: Lassen Sie Speisen immer erst auf Umgebungstemperatur abkühlen, bevor Sie sie in den Kühlschrank stellen – das vermeidet nicht nur Kondenswasser, sondern spart auch Energie.

Zusätzlich sollten Sie insbesondere Flüssigkeiten (wie etwa Suppen) abdecken oder gut verschließen, da diese andernfalls auch im kalten Zustand durch Verdunstung für Feuchtigkeit im Kühlschrank sorgen.

4. Hohe Umgebungsfeuchtigkeit

Wenn sich Ihr Kühlschrank in einer feuchtwarmen Umgebung befindet, gelangt bei jedem Öffnen der Kühlschranktür sehr viel Feuchtigkeit ins Innere.

Je mehr Feuchtigkeit in der Luft enthalten ist, desto mehr Kondenswasser oder sogar Eis bildet sich an den kältesten Stellen des Kühlschranks.

Und all dieses überschüssige Kondenswasser läuft mit der Zeit nach unten – im besten Fall in die Ablaufrinne, bei großen Feuchtigkeitsmengen aber auch unter das Gemüsefach.

Lösung: Leider haben Sie auf die Luftfeuchtigkeit der Umgebung nur begrenzten Einfluss, und ein anderer Aufstellort für den Kühlschrank ist oft wenig praktikabel.

Das Problem feuchtwarmer Umgebungsluft besteht allerdings meistens nur in den Sommermonaten.

Vermeiden Sie dann am besten, die Küche während des Tages zu lüften, weil dann besonders feuchte Luft hereinkommt (bevorzugen Sie stattdessen die kühlen Tageszeiten).

5. Tür zu lange geöffnet

Bei jeder Öffnung der Kühlschranktür findet ein erheblicher Luftaustausch statt, bei dem feuchtwarme Luft ins Gerät gelangt.

Sobald diese warme Luft anschließend abgekühlt wird, steigt zunächst die relative Luftfeuchtigkeit an und letztendlich kondensiert die Feuchtigkeit an den Kühlschrankwänden.

Je öfter Sie also den Kühlschrank öffnen, desto mehr Kondenswasser bildet sich im Gerät – mit der Gefahr, dass ein Teil des Wassers sich unter dem Gemüsefach sammelt.

Lösung: Überlegen Sie schon vor dem Öffnen des Kühlschranks, was genau Sie entnehmen wollen, um die Öffnungszeit so kurz wie möglich zu halten.

Eine gute Organisation der Lebensmittel im Kühlschrank hilft außerdem dabei, lange Suchaktionen zu vermeiden.

Warum ist Wasser im Gemüsefach?

Wenn sich das Wasser nicht unter, sondern direkt im Gemüsefach befindet, sind die Ursachen meist völlig andere:

1. Feuchtigkeitseinstellung

Wussten Sie, dass Sie bei vielen Frischhaltefächern direkt per Schieberegler die darin herrschende Luftfeuchtigkeit einstellen können?

Immer mehr moderne Kühlschränke bieten diese Funktion, wodurch Sie die Luftfeuchtigkeit im Gemüsefach gezielt auf die darin befindlichen Lebensmittel einstellen können.

Vereinfacht gesagt sorgt dabei ein geöffneter Regler für Luftaustausch mit dem Rest des Kühlschranks, wodurch die Feuchtigkeit aus dem Gemüsefach entweichen kann und es somit trockener wird.

Ein geschlossener Regler verhindert hingegen den Luftaustausch, wodurch die Feuchtigkeit nicht aus dem Gemüsefach entweicht und somit für sehr hohe Luftfeuchtigkeit darin sorgt.

Faustregel: Gemüse benötigt ein feuchtes Gemüsefach, wohingegen die meisten Früchte ein trockenes Frischhaltefach brauchen (mehr dazu erfahren Sie hier).

Übrigens: Falls Sie keine Einstellmöglichkeit am Gemüsefach Ihres Kühlschranks haben, ist es automatisch ein feuchtes Gemüsefach (mangels Lüftung).

Lösung: Sollte sich also bei Ihnen Wasser direkt im Gemüsefach befinden, liegt das höchstwahrscheinlich an dem geschlossenen (oder nicht vorhandenen) Lüftungsregler.

Und während die hohe Luftfeuchtigkeit in diesem Fall erwünscht und gut ist, ist stehendes Wasser nicht gewollt und kann zum Verderb des Gemüses beitragen.

Wischen Sie in diesem Fall das Innere des Fachs trocken und legen am besten anschließend ein Küchentuch darin aus, um überschüssige Feuchtigkeit aufzusaugen.

2. Nasses Gemüse

Grundsätzlich erzeugen Kühlschränke niemals Feuchtigkeit – weder im Gemüsefach noch anderswo – weshalb Wasser immer von außen zugeführt wird.

Speziell im Gemüsefach entsteht die Feuchtigkeit direkt durch Verdunstung der darin lagernden Lebensmittel.

Das ist ganz normal und bis zu einem gewissen Grad sogar wünschenswert, weil dadurch die optimale Luftfeuchtigkeit im Gemüsefach erzeugt wird, damit das Gemüse frisch und knackig bleibt.

Allerdings sollten Sie vermeiden, nasses Obst oder Gemüse in das Fach zu legen.

Lösung: wenn Sie Obst und Gemüse vorher abwaschen, wischen Sie es gut trocken, bevor Sie es ins Gemüsefach legen, um stehendes Wasser darin zu vermeiden.

Ist Wasser im oder unter dem Gemüsefach normal?

Während Kondenswasserbildung im Kühlschrank unvermeidlich und ganz normal ist, trifft das nicht auf stehendes Wasser im Gerät zu.

Grundsätzlich müssen Sie unterscheiden zwischen Wasser direkt im Gemüsefach und Wasser unter den Frischhaltefächern – weil die Ursachen und Lösungen sehr unterschiedlich sind (wie oben beschrieben).

Insbesondere Pfützen oder stehendes Wasser unter dem Gemüsefach deuten oft auf eine Verstopfung des Ablauflochs hin, was Sie schnellstmöglich beheben sollten.

Ist Wasser im Kühlschrank schädlich?

Ja, stehendes Wasser im Kühlschrank ist gleich aus zwei Gründen problematisch:

Zum einen bieten feuchte Umgebungen gute Wachstumsbedingungen für Keime, weshalb ein nasser Kühlschrank ein Hygienerisiko darstellt.

Zum anderen ist es so, dass Lebensmittel wesentlich schneller unbrauchbar werden oder verderben, wenn sie in einer Wasserlache liegen.

Zu guter Letzt können größere Wasseransammlungen auch dazu führen, dass Ihnen beim Öffnen des Kühlschranks direkt kaltes Wasser entgegenkommt und in die Küche läuft – was natürlich keine angenehme Sache ist.

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