Darf man nasse Wäsche einpacken? Was Sie wissen sollten

Darf man nasse Wäsche einpacken? Was Sie wissen sollten

Manchmal haben wir keine Möglichkeit, unsere Wäsche vollständig zu trocknen, bevor sie eingepackt werden muss.

Doch wie schlimm ist es eigentlich, feuchte Wäsche einzupacken?

Grundsätzlich hängt es vor allem von der Dauer ab – je länger Sie nasse Wäsche eingepackt lassen, desto mehr steigt das Risiko für Geruch, Stockflecken oder Schimmel.

Was Sie über nasse, eingepackte Wäsche wissen müssen, erfahren Sie jetzt.

Sollte man nasse Wäsche einpacken?

Manchmal geht es nicht anders, als nasse oder noch restfeuchte Wäsche einzupacken – einfach weil wir keine Möglichkeit oder Zeit haben, sie vollständig zu trocknen.

Generell ist es jedoch absolut nicht empfehlenswert, nasse – oder selbst nur leicht feuchte Wäsche – in Koffer, Taschen, Tüten etc. einzupacken.

Die Gründe, die dagegen sprechen, sind im Wesentlichen dieselben, die auch gegen nasse Wäsche im Kleiderschrank sprechen (mehr dazu erfahren Sie hier).

Im Koffer oder anderen Gepäckstücken herrschen nämlich noch deutlich schlechtere Bedingungen als im Kleiderschrank für die nasse Wäsche.

Das betrifft in erster Linie die vollständig fehlende Luftzirkulation, weshalb die Feuchtigkeit nicht abtransportiert werden kann.

Zudem sind Kleidungsstücke in Koffern und Taschen oftmals sehr eng zusammengepackt, sodass ohnehin praktisch kaum Luft zwischen den einzelnen Wäschestücken vorhanden ist.

All diese Gründe führen dazu, dass eingepackte Wäsche so gut wie gar nicht trocknen kann – mit einer Vielzahl negativer Folgen (mehr dazu weiter unten).

Was kann mit eingepackter nasser Wäsche passieren?

Weil feuchte oder nasse Kleidung im eingepackten Zustand nicht vollständig trocknen kann, hängen die konkreten Feuchtigkeitsschäden vor allem von der Dauer ab.

Der erste Effekt, der sich einstellen wird, ist ein muffiger Geruch. Dieser wird durch geruchsbildende Bakterien verursacht und entsteht umso schneller und stärker dann, wenn die Wäsche bereits schmutzig oder verschwitzt ist.

Bei frisch gewaschener feuchter Wäsche dauert die Bildung des muffigen Geruchs zwar länger, ist aber auch nur eine Frage der Zeit.

Mit zunehmender Zeit steigt zudem das Risiko, dass sich Stockflecken oder sogar Schimmel an der nassen Wäsche bilden.

Stockflecken können zwar häufig rückstandslos entfernt werden, bei starker Schimmelbildung werden jedoch die Textilfasern angegriffen und zunehmend von den Pilzen zersetzt – die Kleidung muss dann unter Umständen entsorgt werden.

Je nachdem, ob die nasse Wäsche wasserdicht (z.B. in einer Plastiktüte) verpackt wurde oder nicht, kann sich die Feuchtigkeit auch auf andere trockene Wäschestücke ausbreiten und sogar den Koffer oder die Tasche durchnässen.

Insofern besteht in diesem Fall zudem die Gefahr, dass nicht nur die Wäsche, sondern auch das Gepäckstück von Schimmel oder Stockflecken befallen wird.

Wie lange darf nasse Wäsche eingepackt sein?

Idealerweise sollten Sie versuchen, den Zeitraum so kurz wie möglich zu halten.

Packen Sie die nasse oder feuchte Wäsche so spät wie möglich ein und entnehmen Sie sie so bald wie möglich, um sie aufzuhängen und vollständig trocknen zu lassen.

Wenn Sie die nasse Wäsche nur wenige Stunden einpacken, besteht jedoch in aller Regel kein Grund zur Sorge – weder Stockflecken noch Schimmel bilden sich in so kurzer Zeit.

Selbst im Zeitraum von 12-24 Stunden ist weder mit Schimmelbildung noch Stockflecken zu rechnen – allerdings durchaus mit muffigem Geruch.

Je länger Sie die nasse Wäsche jedoch über diese Zeitspanne hinaus eingepackt lassen – also über mehrere Tage – desto mehr steigt dafür das Risiko.

Wie feucht darf eingepackte Wäsche höchstens sein?

Idealerweise sollte die Wäsche so trocken wie möglich sein, bevor Sie sie einpacken.

Wichtig zu wissen ist, dass selbst nur leicht feuchte Wäsche nichtsdestotrotz zu feucht ist – ausschließlich vollständig trockene Wäsche kann über längere Zeit sicher eingepackt oder transportiert werden.

Sollte es Ihnen jedoch nicht möglich sein, die Kleidung vor dem Einpacken vollständig trocken zu bekommen, ist es dennoch vorteilhaft, so viel Feuchtigkeit wie möglich vorher zu entfernen.

Wie packe ich feuchte Wäsche am besten ein?

Wenn Sie noch andere, trockene Wäsche zusammen mit der feuchten Wäsche einpacken, nutzen Sie am besten eine Plastiktüte für die nasse Wäsche.

Verschließen Sie diese luftdicht – so verhindern Sie, dass sich die Feuchtigkeit auch auf andere Wäschestücke ausbreitet.

Außerdem hat das den Vorteil, dass Sie anschließend nur die nasse Wäsche im Plastikbeutel waschen und trocknen müssen.

Insbesondere bei längeren Zeiträumen müssen Sie wie gesagt mit Geruch, Stockflecken oder Schimmel rechnen.

Mit einem luftdicht verpackten Beutel halten Sie den Schaden so aber zumindest in Grenzen und verhindern, dass auch der Koffer oder andere Wäschestücke beeinträchtigt werden.

Wie kann ich es vermeiden, nasse Wäsche einpacken zu müssen?

Wenn Sie bereits wissen, zu welcher Zeit die Wäsche eingepackt werden muss, planen Sie am besten genügend Zeit zum Trocknen der Wäsche ein.

Falls das nicht machbar ist, können auch folgende Tricks helfen, die feuchte Wäsche in kurzer Zeit trocken zu bekommen:

Nutzen Sie einen Föhn, um einzelne Kleidungsstücke trocken zu föhnen – das klappt insbesondere bei kleinen und dünnen Textilien wie T-Shirts, Socken etc. sehr gut.

Größere, dickere Kleidungsstücke wie Pullover oder vor allem Jeans werden Sie mit dem Föhn jedoch eher schlecht trocken bekommen.

Eine andere Möglichkeit ist das Bügeleisen: solange die Kleidung grundsätzlich bügelgeeignet ist, beschleunigt die Hitze dem Bügeleisens den Trockenvorgang – vermeiden Sie aber die Dampffunktion.

Auch durch Leinentrockung an frischer Luft bei trockenem Wetter – am besten bei Wind – trocknet Wäsche erstaunlich schnell bei allen Temperaturen.

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