Wie deckt man Hefeteig im Kühlschrank ab? 6 wichtige Antworten

Wie deckt man Hefeteig im Kühlschrank ab? 6 wichtige Antworten

Wenn Sie Hefeteig im Kühlschrank reifen lassen, müssen Sie ihn nahezu luftdicht abdecken, damit er gut aufgeht.

Andererseits bilden sich beim Gärprozess Gase, die sich einen Ausweg suchen.

Mit verschiedenen Hilfsmitteln wie Gärwanne, Frischhaltefolie, Gefrierbeutel oder Duschhaube können Sie die idealen Bedingungen schaffen.

Hier stellen wir Ihnen alle geeigneten Methoden und Materialien vor.

1. Womit deckt man Hefeteig im Kühlschrank am besten ab?

Sie haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

Variante 1: Verpacken Sie Ihren Teig luftdicht.

Dann müssen Sie viel Platz im Behälter lassen, weil er sich auf das Doppelte vergrößern kann.

Variante 2: Decken Sie den Teig so ab, dass noch etwas Luft entweichen kann.

Hierbei brauchen Sie Fingerspitzengefühl, denn der Teig darf nicht zu viel Sauerstoff von außen bekommen.

Die zweite Variante bietet sich nur an, wenn Sie Ihren Teig maximal 12 Stunden gehen lassen.

Bei einer sehr langen Teigführung von mehr als 12 Stunden sollten Sie einen Hefeteig lieber ganz luftdicht verschließen, damit er nicht austrocknen kann.

Folgende Hilfsmittel eignen sich zum Abdecken von Hefeteig im Kühlschrank:

  • Gärwanne
  • Plastikschüssel oder -box mit Deckel
  • Frischhaltefolie
  • Plastikfolie und Gummiband
  • Duschhaube oder
  • Müllsack oder großer Gefrierbeutel.

Profibäcker verwenden bei der langen Teigführung am liebsten Gärwannen.

Die rechteckigen Plastikgefäße lassen sich mit einem Deckel dicht verschließen, aber rund um den Rand verläuft eine kleine Belüftungsrinne.

So kann der Teig unbeeinträchtigt reifen, aber bei hoher Druckentwicklung strömt das Gas aus.

Nach diesem Prinzip funktionieren auch bestimmte Plastikdosen mit Deckel.

Es gibt Modelle, deren Deckel im Normalzustand fest verschlossen sind, sich aber bei hoher Druckentwicklung von selbst lösen.

Anstatt sich extra eine Gärwanne oder spezielle Schüssel anzuschaffen, können Sie aber auch auf bewährte Helfer zurückgreifen, die in jedem Haushalt vorhanden sind.

Nehmen Sie zum Beispiel eine gewöhnliche Plastikschüssel mit Deckel und stechen Sie bei Bedarf mit dem Korkenzieher ein kleines Luftloch in den Deckel.

Wenn Sie eine Schüssel ohne Deckel haben, können Sie sie mit Frischhaltefolie bespannen oder Plastikfolie auflegen und mit Hosengummi befestigen.

Eine umweltfreundlichere Alternative ist eine wiederverwendbare Regen- oder Duschhaube aus Kunststoff.

Die Oberseite der Schüssel wird damit ausreichend luftdicht verschlossen, aber um den Gummizug herum können die sich entwickelnden Gase abziehen.

Schließlich können Sie Ihre Plastikschüssel auch in einen Müllsack oder in einen großen Gefrierbeutel schieben, die Tüte kräftig aufpusten und verknoten.

Dann bleibt Ihr Teig vor dem Austrocknen geschützt und hat trotzdem genug Platz zum Aufgehen.

Anstelle von Plastikgefäßen können Sie auch Schüsseln oder Töpfe aus Glas oder Emaille verwenden.

Auch sie sind lebensmittelecht, und der Teig lässt sich später leicht von den Rändern ablösen.

2. Welche Materialien sollte ich nicht zum Abdecken verwenden?

Metallschüsseln und Alufolie sind weniger empfehlenswert, weil Sie Ihnen die Arbeit erschweren können.

Alufolie eignet sich nicht zum Abdecken, weil der Teig gern daran festklebt.

Außerdem steht die Folie im Verdacht, Aluminiumpartikel an bestimmte Lebensmittel abzugeben, und die Folgen für den menschlichen Organismus sind bislang nicht hinreichend erforscht.

Auch mit Schüsseln aus Edelstahl oder anderen Metallen könnten Sie sich den Backspaß verderben.

Denn diese geben zwar keine bedenklichen Stoffe an den Teig ab, aber er bleibt möglicherweise daran haften.

Wenn Sie dennoch eine Metallschüssel verwenden möchten, müssen Sie sie vorher einfetten.

Streichen Sie sie großzügig mit Butter oder Pflanzenöl aus, dann bekommen Sie den aufgegangenen Teig anschließend leicht wieder heraus.

3. Muss man Hefeteig über Nacht im Kühlschrank abdecken?

Bei der Übernachtgare sollten Sie Ihren Hefeteig unbedingt zudecken. Denn während dieses langen Zeitraums bildet sich ohne Abdeckung eine feste Kruste auf der Oberseite.

Sie können das Austrocknen nur verhindern, indem Sie die Teigoberfläche regelmäßig mit Wasser besprühen.

Richten Sie sich das Backen lieber bequem ein und lassen Sie Ihren Teig zugedeckt schlafen, damit auch Sie schlafen können.

Ohne Abdeckung kann es auch passieren, dass der Teig klebrig bleibt und kein Volumen ausbildet, weil die Hefen durch einströmenden Sauerstoff von ihrer Arbeit abgehalten werden.

Nur wenn der Teig in seinem Mikrokosmos weitgehend isoliert reift, kann er groß und elastisch werden, und das fertige Gebäck bekommt eine schöne Krume.

4. Muss Hefeteig im Kühlschrank anders abgedeckt werden als außerhalb?

Beim Gehen im Warmen dient die Abdeckung vor allem dazu, den Teig vor kalter Luft zu schützen, damit er nicht in sich zusammenfällt.

Diese Gefahr besteht bei der kalten Gare nicht, dafür ist der Teig einem höheren Risiko der Austrocknung ausgesetzt.

Deshalb können Sie Hefeteig im Zimmer problemlos unter einer luftdurchlässigen Bedeckung wie Küchenpapier oder einem Geschirrtuch gehen lassen.

Im Kühlschrank aber müssen Sie ihn effektiver vor äußeren Einflüssen schützen.

Denken Sie außerdem daran, welche Aromen aus der unmittelbaren Umgebung Ihr Teig aufnehmen könnte.

Falls Sie im Kühlschrank auch Fleisch, Fisch oder Käse lagern, sollten Sie sich für eine luftdichte Abdeckung entscheiden.

5. Was passiert, wenn man Hefeteig nicht abdeckt?

Ohne Abdeckung trocknet die Oberfläche des Teiges aus, und er kann nicht weiter aufgehen.

Außerdem arbeiten die Hefepilze langsamer, wenn Sie zu viel Sauerstoff aus der Umgebung beziehen.

Dann bildet der Teig keine stabile Struktur aus, sondern bleibt flach und matschig.

6. Wie lange sollte der Hefeteig im Kühlschrank abgedeckt bleiben?

Lassen Sie Ihren Hefeteig während der gesamten Reifezeit im Kühlschrank zugedeckt.

Allenfalls, wenn Sie eine Schüssel mit Deckel genommen haben und sich dieser schon von selbst gelöst hat, lassen Sie ihn weiter locker aufliegen.

Nach dem Herausholen sollten Sie den Teig etwa 20 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen, damit er sich etwas aufwärmen kann.

Danach formen Sie ihn aus und schieben die Gebäckstücke in den Ofen.

Die maximale Reifezeit für einen Hefeteig beträgt 24 Stunden. Länger sollten Sie ihn nicht im Kühlschrank ruhen lassen, weil er sonst stark zu gären beginnt und sehr sauer wird.

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